Aktualisiert: 21.07.2026
Lesedauer: 8 min.
Wusstest du, dass Pseudomonaden auch als „Pfützenkeim“ bekannt sind?
In diesem Ratgeber erfährst du:
- was Pseudomonaden genau sind,
- wie sie ins Trinkwasser gelangen,
- ob sie ansteckend sind und welche Symptome sie auslösen können,
- wer besonders gefährdet ist,
- was du bei einem positiven Befund tun kannst.
Wir bei Riva Systemtechnik entwickeln und produzieren hochwertige Wasserfilter-Systeme, um die Wasserqualität in deinem Zuhause zu verbessern und dich vor Schadstoffen im Trinkwasser zu schützen. Unsere Wasserfilter sind „Made in Germany“ und von unabhängigen Laboren zertifiziert.
Das Wichtigste zusammengefasst:
- Pseudomonaden, allen voran Pseudomonas aeruginosa, sind Bakterien, die vor allem in feuchten Umgebungen vorkommen.
- Anders als Enterokokken oder coliforme Bakterien deuten sie nicht auf fäkale Verunreinigung hin, sondern auf Stagnation und feuchte Biofilme.
- Mögliche Symptome sind Wundinfektionen, Ohrenentzündungen und Harnwegsinfektionen.
- Besonders gefährdet sind immungeschwächte Personen, ältere Menschen und Neugeborene.
Was sind Pseudomonaden?
Pseudomonaden sind eine Gruppe von Bakterien, die bereits im Jahr 1900 erstmals beschrieben wurde. Der bekannteste und für den Menschen relevanteste Vertreter ist Pseudomonas aeruginosa, im Volksmund auch als „Pfützenkeim“ bezeichnet.
Diesen Spitznamen verdankt das Bakterium seinem bevorzugten Lebensraum: feuchte Umgebungen wie Pfützen, Waschbecken, Duschköpfe, Wasserhähne und andere Feuchtbereiche. Anders als Enterokokken oder coliforme Bakterien, die auf eine fäkale Verunreinigung hindeuten, sind Pseudomonaden vor allem ein Zeichen für Stagnation und Biofilmbildung in feuchten Bereichen. Einen Überblick über weitere Bakteriengruppen im Wasser findest du in unserem Ratgeber Bakterien im Leitungswasser.
Wie gelangen Pseudomonaden ins Trinkwasser?
Pseudomonaden lieben Feuchtigkeit und wenig Bewegung. Typische Eintrittswege ins Trinkwasser sind:
- Biofilme in selten genutzten Leitungsabschnitten, Duschköpfen oder Wasserhähnen,
- stehendes Wasser nach längerer Nichtnutzung, etwa nach dem Urlaub,
- feuchte Dichtungen und Armaturen, in denen sich die Bakterien dauerhaft ansiedeln können.
Bereits eine geringe Keimdosis kann ausreichen, um eine Besiedelung zu verursachen, weshalb Pseudomonaden besonders in medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen eine wichtige Rolle spielen.
Sind Pseudomonaden ansteckend? Diese Symptome können auftreten
Pseudomonas aeruginosa kann sich sowohl über direkten Kontakt von Mensch zu Mensch als auch indirekt über kontaminierte Gegenstände und Wasser übertragen. Für gesunde Menschen mit intaktem Immunsystem stellt eine Besiedelung meist kein großes Risiko dar.
Mögliche Symptome und Krankheitsbilder sind:
- Wundinfektionen, insbesondere bei offenen Wunden oder Hautverletzungen,
- Ohrentzündungen, unter anderem die sogenannte „Badeotitis“,
- Harnwegsinfektionen,
- in schweren Fällen, vor allem bei geschwächtem Immunsystem, auch Lungenentzündungen oder eine Blutstrominfektion (Sepsis).
Laut Robert Koch-Institut zählt Pseudomonas aeruginosa weltweit zu den häufigsten Ursachen nosokomialer (im Krankenhaus erworbener) Lungenentzündungen sowie Wund- und Harnwegsinfektionen.
Wer ist besonders gefährdet?
Für die meisten gesunden Menschen sind Pseudomonaden kein großes Risiko. Besondere Vorsicht ist jedoch geboten bei:
- immungeschwächten Personen, etwa durch eine Erkrankung oder Medikamente,
- Neugeborenen und Säuglingen,
- älteren Menschen,
- Menschen mit chronischen Grunderkrankungen wie Mukoviszidose, bei denen Pseudomonas aeruginosa eine besonders wichtige Rolle spielt.
Pseudomonaden gelten als Zeichen für Stagnation und Biofilme, nicht für fäkale Verunreinigung wie Enterokokken oder coliforme Bakterien.
Was tun bei Pseudomonaden im Trinkwasser
- Befolge die Anweisungen deines Wasserversorgers oder Gesundheitsamts.
- Lass Wasser aus selten genutzten Leitungen und Duschköpfen regelmäßig einige Minuten laufen, um Stagnation zu vermeiden.
- Reinige und entkalke Duschköpfe und Wasserhähne regelmäßig, da sich Pseudomonaden gerne in Kalkablagerungen und Dichtungen festsetzen.
- Lass bei einem wiederkehrenden oder starken Befund die Ursache durch einen Fachbetrieb klären.
Was riva-Filter leisten können
Zertifizierte Wasserfilter wie der rivaALVA-S Jova und das riva MULTI filtern Pseudomonaden zuverlässig aus dem Trinkwasser. Für besonders hohe Ansprüche, etwa bei akutem Befund oder für Risikogruppen, eignet sich das rivaALVA Life SafePro Doppelfiltersystem mit seiner laborzertifizierten 0,15-Mikrometer-Hohlfasermembran.
Ergänzend zum Filter bleibt die regelmäßige Nutzung und Reinigung von Leitungen, Duschköpfen und Armaturen wichtig, da sich Pseudomonaden sonst erneut ansiedeln können.
Fazit: Feuchtigkeit meiden, Risiko senken
Pseudomonaden sind allgegenwärtige Umweltbakterien, die vor allem bei Stagnation und in feuchten Bereichen zum Problem werden können. Für die meisten gesunden Menschen sind sie kein großes Risiko, Risikogruppen sollten jedoch Vorsicht walten lassen.
Regelmäßiges Spülen selten genutzter Leitungen, saubere Armaturen und bei Bedarf ein zertifizierter Wasserfilter senken das Risiko einer Besiedelung spürbar.
Weitere Informationen zur Funktionsweise und den Vorteilen dieser Filter findest du in unserem detaillierten Ratgeberartikel Pseudomonaden aus dem Wasser filtern →
FAQ: Pseudomonaden im Leitungswasser
Was sind Pseudomonaden?
Pseudomonaden sind eine Gruppe von Bakterien, deren bekanntester Vertreter Pseudomonas aeruginosa ist. Sie kommen vor allem in feuchten Umgebungen wie Pfützen, Waschbecken und Duschköpfen vor.
Sind Pseudomonaden ansteckend?
Pseudomonas aeruginosa kann über direkten Kontakt oder kontaminierte Gegenstände und Wasser übertragen werden. Für gesunde Menschen ist das Risiko meist gering, für immungeschwächte Personen kann es jedoch relevant werden.
Welche Symptome verursachen Pseudomonaden?
Mögliche Symptome sind Wundinfektionen, Ohrentzündungen, Harnwegsinfektionen und in schweren Fällen Lungenentzündungen oder eine Blutstrominfektion.
Was ist der Unterschied zwischen Pseudomonaden und Enterokokken?
Enterokokken deuten auf eine fäkale Verunreinigung hin, Pseudomonaden dagegen auf Stagnation und Biofilme in feuchten Bereichen. Beide gelten als Indikatoren für eine mikrobiologische Belastung, haben aber unterschiedliche Ursachen.
Wie gelangen Pseudomonaden ins Trinkwasser?
Vor allem über Biofilme in selten genutzten Leitungen, Duschköpfen und Wasserhähnen sowie über stehendes Wasser nach längerer Nichtnutzung.
Was tun bei Pseudomonaden im Trinkwasser?
Lass Wasser aus selten genutzten Leitungen regelmäßig laufen, reinige Duschköpfe und Armaturen regelmäßig und lass bei einem starken Befund die Ursache durch einen Fachbetrieb klären.
Kann ein Wasserfilter Pseudomonaden entfernen?
Ja, zertifizierte Filter mit feinporiger Membrantechnologie können Pseudomonaden zuverlässig aus dem Wasser filtern.
Über den Autor
Frieder Korat ist Geschäftsführer der Riva Systemtechnik GmbH und Experte für hochwertige Wasserfiltersysteme. Gemeinsam mit seinem Team entwickelt er innovative Lösungen für sauberes Wasser in Privathaushalten, Gewerbebetrieben und medizinischen Einrichtungen.
Du hast eine Frage? Dann ruf uns gerne an und wir finden gemeinsam eine passende Lösung für dich!
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